Sonnenschutz - Produktinformation
Jalousie - Rollo - Plissee - Lamellenvorhang
Sonnenschutz innenliegend / aussenliegend
Sonnenschutz - Sichtschutz - Blendschutz
Pflegehinweise für textilen Sonnenschutz
Als Sonnenschutz werden alle Maßnahmen bezeichnet, die notwendig sind, um Sonneneinstrahlung und deren Wirkung im Raum zu verringern oder zu beeinflussen.
Licht regulierende Eigenschaften
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Die Architektur der Fenster- und Fassadengestaltung erfordert Sonnen-. Sicht-und Blendschutzsysteme. die zum einen das Aufheizen der Räume durch Sonneneinstrahlung vermeiden und Blendschutzfunktionen z.B. für Büros mit Bildschirmarbeitsplätzen übernehmen und zum anderen vor unerwünschten Einblicken in die eigenen vier Wände schützen. Menschen benötigen das Tageslicht, um sich wohl zu fühlen. Die wechselnden Lichtstimmungen im Tagesverlauf ermöglichen längeres und konzentriertes Arbeiten. Die Einfallsrichtung der Sonne verändert sich im Tages- und Jahresverlauf. Bei bedecktem Himmel hat das Tageslicht eine geringe Beleuchtungsstärke, ist zudem diffus und wirft keine Schatten. Tageslicht und Farben können Stimmungen heben und dadurch Leistungen beeinflussen. Gestaltungsmög-lichkeiten durch die verschiedenen Konstruktionen, Formen und Farben können sowohl harmonisch, neutral, behaglich, als auch dominierend wirken.
Die Farbe des Sonnenschutzes hat großen Einfluss auf die Raumtemperatur und die natürliche Helligkeit. Der textile Sonnenschutz hat mit seiner großen Auswahl an Farben. Mustern, unterschiedlichen Stoffen und Folien einen hohen dekorativen Charakter. Die lichttechnischen Eigenschaften Reflexion, Absorption und Transmission bestimmen je nach Anforderung die Auswahl des Materials.
Historie
Sie sind als Fensterläden und Fensterschlitz nicht nur bei Dunkelheit, sondern auch am Tage brauchbar und wirken gleichermaßen gegen Licht als gegen unberufene Einsicht, wobei wiederum die Möglichkeit besteht, Neugierige vom Zimmer aus ungesehen zu beobachten. Die französische Bezeichnung ist uns auch 100 Jahre nach der Patentierung erhalten geblieben. Im Französischen heißt die Jalousie heute „store venectien".

Als erster deutscher Produktionsbetrieb für Jalousien gilt die Firma Heinrich Freese. Die „Jalousiefabrik", in der man Brettchen-Jalousien fertigte, wurde im Jahr 1854 in Hamburg gegründet. Jalousien mussten auch damals nicht nur funktionell sein, sondern auch den gehobenen Ansprüchen in gestalterischer Hinsicht genügen. Bestimmend für das Design der Anlagen war der Baustil der jeweiligen Epoche. Abdeckblenden gaben den nachträglich angebrachten Jalousien eine besondere Note. Hier konnte sich die gestalterische Phantasie austoben, wobei nach heutigem Empfinden manches kitschig wirkte.
Referenzlisten wurden von den Herstellern als Aufwertung ihrer Produktkataloge abgedruckt. Wenn z.B. Seine Majestät der Kaiser als Kunden angeben werden konnten, sorgte das natürlich für gewaltigen Eindruck. Konnte man mit solchen Auftraggebern renommieren, wurden Kaufanreize für Bürgerliche geschaffen. Es wurde unterschieden zwischen Jalousien für Monumentalbauten, Jalousien für vornehme Wohnräume und schlichte Ausführungen für die weniger begüterten Käuferschichten. Vieles, was heute fertig bezogen wird, musste seinerzeit selbst angefertigt werden. Trotzdem kam man schon damals nicht ohne Vorlieferanten aus. So war beispielsweise die Firma Ernst Selve. gegründet 1866, schon vor der Jahrhundertwende Hersteller und Lieferant von Stahlplättchen und Ketten für die Jalousie - Herstellung.
In der Gründerzeit und in den späten 30er Jahren war ein Jalousiefabrikant „Wer". Eindrucksvoll war auch das Sprachniveau, das ein bezeichnendes Licht auf den geschäftlichen Teil warf. So wurde beispielsweise eine Preisliste mit der Höflichkeitsfloskel vorgelegt: „Hiermit haben wir die Ehre, ihnen unsere Preisliste über Jalousien zur gefälligen Einsicht und Berücksichtigung ergebenst zu übersenden.'' Interessant ist auch die Einleitung eines Produktkataloges aus dem Jahre 1903: „Schon lange Zeit hat sich unsere Concurrenz darin gefallen, in der Verbreitung unwahrer Angaben über unseren Gescbäftsumfang unablässig bemüht zu bleiben. Wenn wir bisher dazu geschwiegen, so geschah das. weil wir uns derartige missbilligende Kritiken, deren Art und Form nur zu deutlich Missgunst zu athmen erhaben wussten. und dieselbe Auffassung auch bei unserer großen Kundschaft vorauszusetzen." Dazu passt eine Überlieferung, wonach es zum guten Ton gehörte, sich in „Bratenrock und Zylinder" zu werfen, wenn man zu einer Vertragsverhandlung ging. Ende der 40er Jahre produzierte man Jalousien mit farbig lackierten Aluminium - Lamellen. Die Firmen Faber und Hunter Douglas waren maßgeblich an deren Einführung in Europa beteiligt. Das Kopfprofil und der untere Abschluss wurden zuerst aus Holz, später aus Aluminium gefertigt. DieTechnik verschwand nun in den Aluminium - Kopfprofilen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Lamellen aus Aluminium hergestellt. Dieses hochfeste und flexible Material war eine revolutionäre Neuerung in der Jalousie Technik. Die Technologie der Lackierung von Aluminium und Blechteilen hat sich stets weiterentwickelt. Bereits um 1870 gab es in Amerika Lamellen vorhänge. In den 60er Jahren vergab der Marktführer für Lamellen vorhänge in den USA, die Firma Louverdrape. eine Lizenz zum Bau von Lamellen vorhängen in Europa an die Firma Lecleuse in Belgien. 1961 - 62 rüstete die Firma Wohntextil GmbH in Bremerhaven das Berliner Verlagshaus Springer mit Fertiganlagen aus. Aus der Firma Wohntextil entstand 1966 die Firma Bautex, Adolf Stöver KG. Unter der Marke „Sundrape" erfolgte die Entwicklung und der Vertrieb von Komponenten und Fertigprodukten. Analog zur dieser Entwicklung wurde von der Firma Krülland 1960 ein eigenes System für Lamellenvorhänge entwickelt. Die Neuentwicklung erfolgte auf Anregung des Düsseldorfer Architekturbüros HPP Zum 1. Januar 1962 gründete die Firma Krülland in Deutschland die Vertiso GmbH. Inzwischen haben sich eine Reihe Lamellenvorhangsysteme auf dem europäischen Markt etabliert.
Die ersten Patente von Plisseeanlagen wurden in den 30er Jahren erteilt. Ursprünglich wurden die Anlagen aus Papier im niederländischen Einflussbereich als Fensterbekleidung für „arme Leute" hergestellt und vertrieben. 1973 entwickelte der holländische Werftunternehmer Verolmon zusammen mit der Firma Blydenstein - Willink alubedampfte Textilstoffe für den Gardinenbereich. Diese Ware bildete die Grundlage für die von den beiden Unternehmen entwickelte Plisseesystematik - Verosol Plissee. 1980 wurde von dem holländischen Unternehmer Siegfried Schön die Firma Plisol gegründet. Der Geschäftsgegenstand war die Herstellung von Plisseeanlagen und der Vertrieb von Komponenten und Fertigungseinrichtungen. Die Firma Blöcker in Bremen führte ab 1984 unter der Produktbezeichnung „Cosiflor" Plissee von Schön auf dem deutschen Markt ein. In den 90er Jahren trennten sich die Firmen Schön und Blöcker. Seitdem sind diese zwei Systeme unter „Schön Dcsign"! und „Cosiflor" auf dem Markt. Plissee ist das jüngste Produkt auf dem Sonnenschutzmarkt. Die fernöstliche Tradition des Licht- und Schattenspiels, bei dem Papierschiebewände verwendet werden, ist der eigentliche Ursprung des Flächenvorhangsystems. Der auch als Paneltrac oder Schiebevorhang bezeichnete Flächenvorhang kam über einen Umweg aus den USA erst in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Europa. Die Firmen Kirsch und Graber brachten als erste diese Anlagen auf den Markt. Anschließend verbreitete sich die Idee auch in Europa, z. B. nahm die Firma Silent Gliss diese Idee 1972 auf und verbesserte gleichzeitig die Technik. Stoff - Designer stellten sich auf die neue Technik ein und kreierten interessante Motive und Muster. Inzwischen kamen als zusätzliche Bedienungsvarianten Schnurzug und Elektroantrieb auf den Markt. Flächenvorhangsysteme werden heute von vielen unterschiedlichen Herstellern angeboten.


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